[Rezension] Black Out (Marc Elsberg)

Autor(in): Marc Elsberg
Buchtitel: Black Out – Morgen ist es zu spät

Originaltitel (Jahr): 2012
Verlag/Edition: blanvalet
ISBN 978-3764504458
Genre: Thriller
Erschienen: 19. März 2012

Umfang: 800 Seiten

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Zum Buch

Der „Black-Out“ beginnt an einem kalten Februartag im Jahr 2012. In ganz Europa fallen die Stromnetze in sich zusammen und die Menschen sind ab sofort auf sich allein gestellt. Hinzu kommen die fehlende Wasserversorgung und somit drohende Seuchengefahr, sowie Medikamentenunterversorgung und Probleme mit Atomkraftwerken, deren Kerne nicht mehr gekühlt werden können.

Der Italiener Piero Manzano entdeckt in seinem „Smart Meter“, dem neuen und angeblich intelligenten Stromzähler, einen Disconnect-Code, der gar nicht existieren dürfte. Er vermutet hinter dem ganzen Ausfall einen Hackerangriff und begibt sich mit seinen Behauptungen auf dünnes Eis. Als wäre das nicht genug, ist ihm nun auch noch die amerikanische Reporterin Shannon auf den Fersen und versucht die Wahrheit über den Ausfall herauszukriegen. Während Manzano in Italien versucht die Behörden auf sich aufmerksam zu machen, kämpft man in Frankreich mit den unterversorgten Atomkraftwerken und in Deutschland versucht man die Netze wieder aufzubauen und einen Notfallplan zu erstellen. Die Kapitel sind in Tage unterteilt und die Tage auch noch mal in Städte in denen es neues gibt.

Manzano trifft auf die bei Europol angestellte Sonja Angström und kann dank ihr der Ursache des Black Out näher auf den Grund gehen. Doch je weiter er vorankommt, umso mehr verhärtet sich der Verdacht, dass er selbst den Ausfall verursacht haben könnte. Während er versucht der Verhaftung zu entgehen, wird im restlichen Europa der Notstand ausgerufen und Evakuierungen der Menschen in Gang gebracht.

Wird Piero Manzano es schaffen, die Verursacher zu identifizieren und dem Black Out ein Ende zu setzen?

Meine Meinung

Beim Lesen des Buchs kam ich wirklich ins grübeln, denn das Szenario eines Black Out halte ich aufgrund der heutigen technischen Abhängigkeit durchaus für möglich. Wegen der Realitätsnähe bei den Erzählungen über den Stromausfall, der mangelnden Wasser- und Medikamentenversorgung und der Suche nach dem wahren Verursacher, hat es mir viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Auch wurden vor kurzem geschehene Vorfälle wie z.B. die Katastrophe in Fukushima mit in die Geschichte einbezogen und im Buch als Fallbeispiel eines Reaktorausfalls in Frankreich verwendet.

Wie befürchtet, waren mir die Ausführungen über manche Systeme und deren Funktionen zu langatmig. Da hätte ich mir kurze, knappe und dennoch präzise Erklärungen gewünscht. Der Autor hat versucht, die komplexen Vorgänge und Systeme so einfach wie möglich darzustellen, dennoch glaube ich, dass es LeserInnen mit Technikvorkenntnissen das Verstehen der Materie um einiges leichter fallen wird als mir. Positiv ist mir aufgefallen, dass Marc Elsberg sich vor Verfassung des Buchs genau mit der Materie verfasst und mit Profis aus den Bereichen IT, Energie und Katastrophenschutz abgesprochen hat um nicht aus Versehen eine Anleitung für Terroristen zu schreiben.

Die Darsteller im Buch wirken auf mich sehr authentisch und so hatte ich nach kurzer Zeit schon Lieblinge über die ich am liebsten die ganze Zeit etwas gelesen hätte, aber auch Personen die ich gar nicht mochte. Actionreiche Szenen gibt es, in Relation mit der Seitenanzahl gesehen, nicht sehr viele und diese sind leider auch zu kurz für meinen Geschmack. Der Schreibstil ist trotz der vielen Erklärungen und Ortswechsel ziemlich flüssig, dennoch habe ich das Buch hin und wieder aus der Hand legen müssen um die Informationen zu verarbeiten, weil es mir beinahe zu viel geworden ist.

Abschließend möchte ich dieses Buch den LeserInnen empfehlen, die Endzeit-Storys mögen und auch Interesse an detaillierten Hintergründen haben.

Copyright © 2012 by Rebecca Humpert

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Über beckysworldofbooks

Hallöchen :) ich heiße Becky, komme aus Hamburg und liebe Bücher aller Art ;-) www.beckysworldofbooks.de

Veröffentlicht am 12. August 2012 in Rezensionen, Unkategorisiert und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Immer diese Frage, wann hat man zu viel beschrieben. Grad bei so Techniksachen ist es immer schwierig einzuschätzen.
    Ich glaub, für mich wärs eher kein Buch, auch wenn ich mit technischen Hintergründen kein Problem habe ^^ Aber irgendwie sagt mir das Thema nicht zu … du meintest ja, dass du es oft weg packen musstest. Demnach hast wohl dran „gekämpft“?

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